Trans­fer <span class="amp">&</span> Scale-up

Trans­fer & Scale-up

Das Vor­ge­hen beim Sca­le-up ist abhän­gig von der ver­wen­de­ten Tech­no­lo­gie. Bei der Tro­cken­gra­nu­la­ti­on bei­spiels­wei­se lässt sich der Sca­le-up sehr strin­gent durch­füh­ren, da alle rele­van­ten Para­me­ter voll­stän­dig bekannt sind. Die Haupt­ein­fluss­grö­ßen Kraft, Spalt und Dreh­zahl der Rol­len las­sen sich für den Sca­le-up berech­nen, sodass der Sca­le-up mit weni­gen Ver­su­chen aus­kommt. Bei der Schnell­misch­gra­nu­la­ti­on hin­ge­gen sind die Ein­fluss­fak­to­ren zwar auch bekannt, las­sen sich aber nicht mit Sicher­heit für den Sca­le-up vor­her­sa­gen. Dazu müs­sen in der Regel mehr Ver­su­che durch­ge­führt wer­den. Mit­hil­fe unse­rer Erfah­rung ver­su­chen wir aber auch hier, die Anzahl der Ver­su­che zu mini­mie­ren und den Mate­ri­al­ein­satz kleinst­mög­lich zu hal­ten. Die Wir­bel­schicht­gra­nu­la­ti­on liegt in Bezug auf ihre Kom­ple­xi­tät zwi­schen Tro­cken- und Schnellmischgranulation.

Ger­ne füh­ren wir nach erfolg­rei­cher Ent­wick­lung im klei­nen Maß­stab auch den Sca­le-up durch und über­ge­ben die Her­stel­lung in Ihre Produktion.

Fall­bei­spiel Trockengranulat

Für die Ent­wick­lung eines Tro­cken­gra­nu­lats könn­te dies fol­gen­der­ma­ßen aussehen:

  1. Wir ent­wi­ckeln das Tro­cken­gra­nu­lat mit sehr gerin­gem Mate­ri­al­ein­satz auf der Styl’One Evo. Wir erstel­len “Gra­nulat­ta­blet­ten” und mah­len die­se mit einer Hand­müh­le, die die­sel­ben Gra­nu­la­t­ei­gen­schaf­ten wie die Müh­le auf dem Gert­eis Pac­tor erzeugt. Bei den Tablet­tier­ver­su­chen simu­lie­ren wir im Anschluss bereits die gewünsch­te Zielpresse.
  2. Für den Sca­le-up trans­fe­rie­ren wir nun als Ers­tes die Gra­nulat­ta­blet­ten auf den Wal­zen­kom­paktor. Auf unse­rem Gert­eis MINI-PAC­TOR® erstel­len wir dazu Gra­nu­la­te bei ver­schie­de­nen Ein­stel­lun­gen in klei­nen Men­gen. In der Regel benö­ti­gen wir für die­sen Schritt ca. 500 g –1 kg Produkt.
  3. Die ver­schie­de­nen Gra­nu­la­te ver­glei­chen wir optisch und hap­tisch, indem wir klei­ne Pro­ben­men­gen manu­ell auf einer Arbeits­flä­che auf­häu­fen. Dabei gewin­nen wir einen Ein­druck von der Fließ­fä­hig­keit und Fes­tig­keit der Gra­nu­la­te. Dar­auf basie­rend wäh­len wir die bes­ten Kan­di­da­ten aus.
  4. Für die aus­ge­wähl­ten Kan­di­da­ten erstel­len wir dann abhän­gig von der nach­fol­gen­den Rund­lauf­pres­se jeweils ca. 2 – 5 kg Gra­nu­lat, um auf dem Rund­läu­fer die Tablet­tier­bar­keit der Gra­nu­la­te zu veri­fi­zie­ren und ihre Fließ­fä­hig­keit zu testen.
  5. Der letz­te Schritt ist der Trans­fer auf die Ziel­pres­se. Die Ska­lie­rung des Wal­zen­kom­paktors (z. B. vom MINI-PAC­TOR auf einen MACRO-PAC­TOR) kann berech­net und anschlie­ßend z. B. im Rah­men der Vali­die­rungs­bat­ches fein­jus­tiert werden.

Selbst­ver­ständ­lich füh­ren wir auch den Sca­le-up von Feucht­gra­nu­la­ten durch und unter­stüt­zen auch ger­ne beim Sca­le-up von For­mu­lie­run­gen, die nicht wir für Sie ent­wi­ckelt haben.

Proben verschiedener Granulate

For­mu­lie­run­gen für die Produktion

Sobald die Sca­le-up-Para­me­ter fest­lie­gen, defi­nie­ren wir in Abstim­mung mit der Pro­duk­ti­ons­stät­te auf Wunsch auch den gesam­ten Her­stel­lungs­pro­zess inkl. aller not­wen­di­gen Qua­li­täts­pa­ra­me­ter. Wir haben bereits bei der Ent­wick­lung der For­mu­lie­rung die Umstel­lung in einen ska­lier­ba­ren Pro­duk­ti­ons­pro­zess im Blick, sodass der Trans­fer in die Pro­duk­ti­on rei­bungs­los funk­tio­nie­ren soll­te. Unser Anspruch ist es, For­mu­lie­run­gen für die Pro­duk­ti­on zu entwickeln.

Die letz­ten Ver­su­che für den Sca­le-up bzw. für die Über­ga­be in die Pro­duk­ti­on füh­ren wir vor­zugs­wei­se vor Ort durch, wobei die Vor­ver­su­che dazu bei uns durch­ge­führt wer­den können.

Im Rah­men von Pro­dukt­trans­fers auf eine neue oder ande­re Maschi­ne sowie in eine neue Pro­duk­ti­ons­stät­te unter­stüt­zen wir Sie auch ger­ne vor Ort. Für jeden Ein­zel­fall prü­fen wir selbst­ver­ständ­lich, ob es aus unse­rer Sicht sinn­voll sein könn­te, ein paar Vor­ver­su­che durch­zu­füh­ren, um die Kapa­zi­tät in der Pro­duk­ti­on mög­lichst wenig zu bean­spru­chen. Dies ist ins­be­son­de­re dann sinn­voll, wenn im Vor­hin­ein nicht abso­lut sicher ist, ob der Wech­sel auf eine ande­re Maschi­ne vom Grund­satz funk­tio­nie­ren wird.

Wir bespre­chen das ger­ne im Rah­men einer kos­ten­lo­sen Erst­be­ra­tung.